Mit einer Fotoaktion drückt der Landessprecher*innenrat der Linksjugend ['solid] seine Solidarität mit den sachsen-anhaltischen Kulturschaffenden aus, die zurzeit, ebenso wie der Hochschulbereich, von drastischen Kürzungen bedroht sind. Aus diesem Grund ruft das Bündnis „5 vor 12“ dazu auf, am kommenden Dienstag, den 21.05.2013, um 11:55 Uhr auf die Straße zu gehen, um seinen Protest gegen diese Rasenmäherpolitik zum Ausdruck zu bringen.
Robert Fietzke, Pressesprecher der Linksjugend ['solid] Sachsen-Anhalt, erklärt hierzu: „Statt den Ergebnissen des Kulturkonvents zu folgen und den Kulturbereich so auszustatten, dass dessen Fortbestand dauerhaft gesichert ist, wollen Finanzminister Bullerjahn und Ministerpräsident Haseloff auch hier den Rotstift wieder an der falschen Stelle ansetzen. Ihr Konsolidierungswahn kennt keinerlei Vernunft mehr. Vernünftig wäre es nämlich, nicht nur einzig über die Kosten von Kultur zu reden, sondern auch über deren Gewinnpotentiale. Schließlich sind Kulturbetriebe Arbeitgeber, sie beherbergen ein beachtliches Innovationspotenzial, weiter sind Kulturschaffende ein enorm belebendes Element der Kommunen und letztendlich zieht Kultur auch Touristen aus aller Welt an....weiterlesen
Eine Pressemitteilung des antirassistischen Netzwerks Sachsen-Anhalt
Im letzten Jahr überschlugen die sich Berichte von Protestcamps, Hungerstreiks und Demonstrationen der nach Deutschland geflüchteten Menschen, die ihrer Situation endlich Gehör verschaffen wollten. Ihre Proteste halten bis heute an und zielen gegen die von ihnen als rassistisch empfundene Gesetzgebung, gegen Lagerunterbringung und Abschiebung, gegen Alltagsrassismus und soziale Ausgrenzung. Diese Bewegung hat ein neues strukturelles und öffentlich rezipiertes Niveau erreicht. Nicht nur, dass die Proteste von den Geflüchteten zum Großteil selbst organisiert wurden und somit einen emanzipatorischen Charakter bekommen haben, sondern es zeigt sich auch ein größeres öffentliches Bewusstsein für diese Problematik. Nicht zuletzt stoßen die Anliegen der Geflüchteten auf ein breites und aktives Netzwerk an Unterstützern und Mitorganisatoren. Parallel zu dieser Entwicklung häufen sich jedoch die Berichte über versuchte Abschiebungen integrierter Familien, wie beispielsweise im Falle der jesidischen Familie aus Magdeburg, welche im Januar 2013 mit einer spontanen Abschiebung konfrontiert wurde, die dramatisch endete. Immer wieder kommt es von Seiten der zuständigen Behörden zu rigorosen Maßnahmen und willkürlich anmutenden Auflagen. So wurde der minderjährige Afghane Eghbal zu Unrecht ausgewiesen und ihm nach seiner Rückkehr der Schulbesuch verweigert. Erst am 25.04. 2013 verstarb der Flüchtling Cosmo Saizon im Krankenhaus Bitterfeld, nachdem seine gesundheitlichen Beschwerden zunächst nicht ernst genommen wurden. Die Zustände, mit denen die Geflüchteten innerhalb der deutschen Asylpolitik konfrontiert werden, können zu Recht als desolat und unwürdig bezeichnet werden. ...weiterlesen

Am 25. April verstarb der aus Benin stammende Saizon Cosmo im Bitterfelder Kreiskrankenhaus an den Folgen einer bisher nicht geklärten Erkrankung. Cosmo beklagte sich schon am 19. April über starke Schmerzen, so dass hier der Rettungsdienst gerufen werden musste. Die Rettungssänitäter*innen hätten allerdings keine ernsthafte Erkrankung diagnostizieren können und verschrieben ihm stattdessen ein starkes Antibiotikum. Allerdings habe, so die "Heimbewohner*innen", keine ernsthafte Untersuchung seitens der Sanitäter*innen stattgefunden. Sollte sich dies bestätigen, läge hier eine fatale Fehleinschätzung vor. Nach drei Tagen stellte sich auch mit dem Antibiotikum bei Saizon keinerlei Besserung ein und als dieser schließlich sogar den Geruchssinn verlor, musste der Rettungsdienst erneut gerufen werden. Die Bewohner*innen zitierten die Aussagen der Rettungssanitäter*innen wie folgt: „Saizon Cosmo hätte schon längst im Krankenhaus behandelt worden sein müssen.“ Die Linskjugend ['solid] Sachsen-Anhalt fordert daher die vollständige Aufklärung der genauen Todesumstände des Saizon Cosmo! Es muss geklärt werden, ob der Tod verhinderbar gewesen wäre. ...weiterlesen

Pfingstcamps haben eine lange Tradition. Auch in diesem Jahr veranstalten wieder zahlreiche Landesverbände von Linksjugend ['solid] oder DIE LINKE. ein solches Event. Wir möchten euch hier einige Camps vorstellen. Das größte (mit über 450 Teilnehmer*innen) ist sicherlich das unseres lieben Nachbarlandesverbandes Sachsen, welches seit zwei Jahren in Doksy in Tschechien stattfindet. Auch Genoss*innen aus Sachsen-Anhalt werden zu den diversen Camps fahren. Wenn ihr euch anschließen wollt und noch eine Reisegruppe sucht, meldet euch bei info@linksjugend-lsa.de
Alljährlich veranstaltet die linksjugend [’solid] Sachsen zu Pfingsten ein mehrtägiges offenes, politisches und kulturelles Treffen - das Pfingstcamp. Im Jahr 2013 findet das Camp zum fünfzehnten Mal statt und der Veranstaltungsort ist wie die letzten zwei Jahre Doksy in der Tschechischen Republik. Dieses Jahr allerdings steht uns das gesamte Camp zur Verfügung. So viel Platz ist auch nötig da die Zahl der Teilnehmer_Innen kontinuierlich stieg und letztes Jahr schon bei 450 lag. Und mit dir werden es auch dieses Jahr noch mehr unterschiedliche Menschen die ein verlängertes Wochenende mit Seminaren, Workshops, Konzerten und dem ganzen Drumherum erleben. ...weiterlesen

Am Wochenende fand der diesjährige Bundeskongress der Linksjugend ['solid] in Magdeburg statt. Im „Kulturwerk Fichte“ versammelten sich über 200 Delegierte und Gäste aus allen Landesverbänden, um Anträge, zum Teil in Workshops, zu beraten, die Schwerpunkte im Wahljahr 2013 zu beschließen und einige Gremien, allen voran den BundessprecherInnenrat, neu zu wählen.
Im Jugendwahlkampf zur Bundestagswahl werden die Themenkomplexe Prekarisierung, Wohnen und Feminismus eine zentrale Rolle einnehmen. Ein weiterer Schwerpunkt wird die inhaltliche Begleitung und Mobilisierung zu den diesjährigen Blockupy-Protesten in Frankfurt am Main sein. Am 31.05. soll unter dem Motto „Widerstand im Herzen des Krisenregimes“ erneut der Versuch unternommen werden, das Frankfurter Bankenviertel für einen Tag lahmzulegen. Am folgenden Tag, dem 01. Juni, ruft das Blockupy-Bündnis wie auch schon 2012 zu einer internationalen Großdemonstration auf, an der sich auch Linksjugend ['solid] und Die Linke.SDS mit einem eigenen Block beteiligen werden.
Der parteinahe Jugendverband wird außerdem zu einem „Frauenkampftag 2014“ aufrufen, um die Hegemonie patriarchaler Strukturen anzuprangern und klare, feministische Positionen zu formulieren. Auch die Themen Antifaschismus, Flüchtlingspolitik und Antimilitarismus werden 2013/14 eine größere Rolle spielen. ...weiterlesen