Die tiefe soziale Spaltung in Deutschland ist kein Schicksal, sondern Ergebnis von Politik: der Grünen, der Liberalen, der Sozialdemokraten, der Konservativen. Sie haben die Gesetze beschlossen, die das alles möglich machten. Sie sagten, wir tun dies, weil wir euch damit helfen: Ist die Arbeit der Menschen erst einmal billig, sind die Steuern für Unternehmen und Wohlhabende erst einmal niedrig, dann gibt es genug Wachstum und Arbeitsplätze für alle. Das große Versprechen entpuppte sich als großer Betrug.
Wir stehen vor einer klaren Alternative: Entweder setzt sich weiter ein renditeorientiertes Gesellschaftsmodell durch, also Politik und Staat räumen den Scherbenhaufen auf, den die Marktradikalen hinterlassen haben, und die Mehrheit der Bevölkerung bezahlt dafür.
Oder wir erkämpfen den Einstieg in eine andere Gesellschaft, in der die Bedürfnisse der Menschen im Mittelpunkt stehen. Es ist Zeit für echte Alternativen.
DIE LINKE steht für einen Neuanfang. Siehe Kurzwahlprogramm
Ja! Links wirkt! Das haben die vergangenen vier Jahre gezeigt. Auf eine erstarkte LINKE reagieren die anderen Parteien, weil sie uns und um ihre Wählerinnen und Wähler fürchten. Wenn jetzt auch andere Parteien mit Forderungen der LINKEN wie Mindestlohn, Börsenumsatzsteuer, längeres Arbeitslosengeld, Abschaffung der Lohndiskriminierung von Frauen, mehr Ausgaben für die Bildung um Wählerstimmen werben, dann ist das gut so, wenngleich schlimme Erfahrungen mit Wahlversprechen nicht vergessen sind. Wir werden sie beim Wort nehmen! Wir werden die Probleme zur Sprache bringen und unsere Vorschläge zur Abstimmung stellen!
Der Politikwechsel, der jetzt, mitten in der Krise notwendig ist, erfordert Entschiedenheit und Mut. Er erfordert auch politischen Druck aus der Gesellschaft, aus Vereinen, Betrieben und sozialen Bewegungen, aktives Einmischen.
Deine Schule ist extrem heruntergekommen und die Biostunde fällt seit Wochen aus. Die Aussichten, eine Ausbildungsstelle oder den gewünschten Studienplatz zu bekommen, sind schlecht. Das alles stinkt Dir gewaltig.
Ja, es gibt vieles zu bemängeln. Aber nur wer versucht, an den Missständen etwas zu ändern, darf sich beschweren. In Deiner Stimme steckt eine Chance darauf, dass sich doch etwas verändert. Diese Chance wegzuwerfen wäre doch verantwortungslos, oder?
Eines Tages hast Du Post im Kasten. Darin wird Dir mitgeteilt, zu welchem Wahlbüro Du gehen musst. Dort hast Du zwischen 8 und 18 Uhr Zeit, Deine Stimme abzugeben. Für die Kommunalwahl musst Du 16, für die Bundestagswahl 18 Jahre alt sein. Personalausweis, Reisepass oder Führerschein nicht vergessen!
Bundestagswahl: 27. September
Bis zum 24.09.2009 ist auch eine Briefwahl möglich!
Bei der Bundestagswahl hast Du zwei Stimmen: Erst- und Zweitstimme. Mit der Erststimme wählst Du einen Direktkandidaten nur für Deinen Wahlkreis. Derjenige Kandidat mit den meisten Stimmen gilt als „direkt gewählt" und zieht in den Bundestag ein.
Die Zweitstimme: Der prozentuale Anteil einer Partei an Zweitstimmen in einem Bundesland legt fest, wie viele ihrer zuvor bestimmten Vertreter von der Landesliste in den Bundestag kommen.
Während alle Erststimmen, die nicht für den schließlich gewählten Direktkandidaten abgegeben wurden, verfallen, zählt (fast) jede Zweitstimme: Abgesehen von den Kleinparteien, die in einem Bundesland nicht über die 5-Prozent-Hürde kommen, beeinflusst jede Zweitstimme die Anzahl der Sitze einer Partei im Bundestag.