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Die Verantwortung der Linken

Wir freuen uns am Freitag Abend, den 3.9.21 am ersten Tag unseres Jugendcamps das Mitglied des Bundestages Jan Korte bei uns zu einem Gespräch über den aktuellen Zustand der Partei Die LINKE begrüßen zu dürfen! Wir sind gespannt, welche Rolle wir als Jugendverband dabei spielen und welche Chancen er sich von unserer Mitarbeit in der Partei erhofft!" Wäre mein Vorschlag. Sharepic Generator ist so ein Rotz, ich schau mal, ob das irgendwie sinnvoll geht

Jan Korte ist Mitglied des Bundestages

Freitag, 20 - 22 Uhr

"Reichsbürger und Querdenker"

Ob der gescheiterte Sturm auf den Reichstag am 29. August letzten Jahres oder der erfolgreiche Sturm auf das Capitol am 06. Januar dieses Jahr, der Einfluss von Verschwörungsmythen auf unsere „reale“ Welt nimmt immer mehr zu.
Eine der treibenden Kräfte hinter dieser Verschiebung der Realität ist die sogenannte „Reichsbürgerbewegung“, welche in sich weder homogen noch geeint ist. Dabei ist die Betonung auf „noch“. Die Coronapandemie hebt und hob eine Bewegung von wenigen zehntausenden in ein Nährbecken mitten in unserer Gesellschaft, gefüttert durch Falschinformationen und zunehmender Desillusionierung mit dem Status Quo. Wie gefährlich ist also eine Bewegung, die von Haremshosen bis zu paramilitärischen Kampfverbänden reicht und welche weder Staaten noch die Realität anerkennen?
Das und mehr wollen wir zusammen herausfinden.

 

 

Referent: Björn Höfer

Samstag, 10 - 12 Uhr

Vorurteilsbewusstes Handeln

Obwohl kaum jemand von sich behaupten würde rassistisch oder ableist zu sein, finden für viele Menschen auf allen Ebenen des Alltags Benachteiligungen statt.

Warum ist das so - wenn es doch eigentlich keiner will?

Vorurteile und Stereotype sitzen fest, bestimmen unsere Einstellungen und damit unser Handeln.

Sich der eigenen Voreingenommenheit bewusst zu werden ist somit ein unvermeidbarer Schritt um das eigene Handeln gerechter gestalten zu können.

Referentin: Beate Wenzel-Langenfeld

Samstag, 10 - 12 Uhr

Selbstverteidigungskurs

 

 

Samstag, 13 - 15 Uhr

"Der Fall Oury Jalloh" mit Henriette Quade (MdL für DIE LINKE)

Vortrag von Henriette Quade (MdL für DIE LINKE)

Oury Jalloh – 16 Jahre verhinderter Aufklärung

 

Am 7. Januar 2005 starb Oury Jalloh an Händen und Füßen auf einer feuerfesten Matratze gefesselt im Dessauer Polizeirevier. Er hatte kein Feuerzeug bei sich und war zum Zeitpunkt seines Todes bewusstlos. Dennoch ist bis heute die Rede von Selbstmord. Wie kann das sein? Im Workshop soll ein Überblick über die Geschichte des Falls gegeben werden und beleuchtet werden, wie und woran juristische Aufklärung bis heute scheiterte und welche Fakten gegen die Selbstmordthese sprechen. Besonderes Augenmerk soll auf die politische Ebene gelegt werden: Wie kann es sein, dass bis heute kein parlamentarischer Untersuchungsausschuss ins Leben gerufen wurde? Was ist in den vergangenen 16 Jahren im Landtag von Sachsen-Anhalt dazu passiert und was hätte passieren müssen? 2018 schien Bewegung in den Fall zu kommen – was ist daraus geworden? Wieso blieben Lügen von Generalstaatsanwalt und Ministerin in der letzten Legislatur ohne Konsequenz? Warum wird es wohl auch in dieser Legislaturperiode keine Aufarbeitung geben?

Zur Coronakrise

Seit anderthalb Jahren hat die Pandemie Europa im Griff - Zeit für eine vorläufige Bilanz. Kaum irgendwo sehen die Resultate der Coronakrise so düster aus wie gerade in Westeuropa: Hunderttausende Seuchentote, der tiefste ökonomische Einbruch weltweit - und gleichzeitig die längsten Phasen eines zumindest halben Lockdowns. Was ist von Anfang an schiefgelaufen im europäischen Pandemiemanagement, warum hat Europa nichts gelernt von der Seuchenbekaempfung erfolgreicherer Staaten und was hat das alles mit dem Zustand des europäischen Kapitalismus und der ihn prägenden liberalen Ideologie zu tun? Darum soll es in diesem Vortrag gehen.

Samstag, 13-15 Uhr

Gewerkschaften im Arbeitskampf - Selbstermächtigung durch Selbstorganisation

Gewerkschaften im Arbeitskampf - Selbstermächtigung durch Selbstorganisation

 

„Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will“. Der Vers stammt aus einem Gedicht aus dem 19. Jahrhundert und doch bleibt er weiterhin aktuell. Der Arbeitskampf ist und bleibt die stärkste Waffe für die Beschäftigten, um ihre Interessen durchzusetzen. Trotzdem findet nicht überall dort, wo es Konflikte gibt, auch ein Streik statt. Vor allem da, wo die Arbeitsbedingungen besonders mies sind, sind Arbeitskämpfe eher die Ausnahme. Wieso eigentlich? Der Arbeitskampf ist häufig nötig, aber nicht immer möglich. Das gilt es zu untersuchen. Denn neben dem sehr restriktiven deutschen Streikrecht, spielen auch subjektive Faktoren eine große Rolle für die konsequente Arbeitsniederlegung. Was also tun, um der Macht der vielen Geltung zu verschaffen? Wir schauen gemeinsam hin. Neben ein wenig Input zum Thema Arbeitskampf, wird es auch ein paar anschauliche Methoden geben, die das Thema greifbarer machen. Seid gespannt.

 

Referent: John Matthies, Jugendbildungsreferent des DGB Sachsen-Anhalt

Samstag, 16 - 18 Uhr

Jan Gerber - Soziale Frage

Mit Hartz-IV im Biomarkt.

Die AfD, die Linke und die Rückkehr der sozialen Frage

Die Erfolge der AfD und des sogenannten Rechtspopulismus haben viele Ursachen. Eine nicht unerhebliche Rolle kommt jedoch der Rückkehr der sozialen Frage zu. Das heißt nicht, dass die Wähler von AfD und Co. durchweg am Rand des Existenzminimums leben. Im Gegenteil, viele von ihnen gehören dem traditionellen Mittelstand an. Dennoch besteht ein Zusammenhang zwischen dem Aufstieg der Partei, der Durchsetzung des postmodernen Kapitalismus und der damit verbundenen Präkarisierung. Dieser Verbindung soll im Rahmen des Vortrags nachgegangen werden. Was hat die AfD mit der sozialen Frage zu tun? Was ist überhaupt die soziale Frage? Warum kehrt sie seit einigen Jahren zurück? Und welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang die politische Linke?

Referent: Jan Gerber ist Historiker und Politikwissenschaftler. Er schreibt für diverse Zeitschriften und Zeitungen und ist u.a. Autor von "Das letzte Gefecht. Die Linke im Kalten Krieg" (2. Aufl., Berlin: XS 2016) und "Karl Marx in Paris. Die Entdeckung des Kommunismus" (München: Piper 2018). Zuletzt hat er den Schwerpunkt "Die Untiefen des Postkolonialismus" in der ersten Ausgabe der "Hallischen Jahrbücher" (Berlin: Edition Tiamat 2021) herausgegeben.

Samstag, 20 - 22 Uhr

Anstasia-Bewegung

Anstasia-Bewegung

 

 

Sonntag, 10 - 12 Uhr

Luther aufs Maul schauen - Reformation in Mitteleuropa

Wo stand Luther, als vor 500 Jahren in weiten Teilen Europas die Feudalordnung revolutionär erschüttert wurde? Wen feuerte er an, als fast im gesamten deutschsprachigen Raum ein „Bauernkrieg“ gegen Kaiser, Fürsten, Kirche und Fugger tobte? Hatte Luther nicht zunächst aber den einfachen Leuten den Haupttext ihrer ideologischen Beherrschung erstmals verständlich in die Hand gegeben? Wie kommt es, daß von den damaligen Geschehnissen vor allem Luthers Thesenanschlag zu Wittenberg im Gedächtnis blieb, von den damaligen Klassenspaltungen und erbitterten Kämpfen fast nur die Erinnerung an religiöse Schismen und ihre heutigen konfessionellen Entsprechungen?

Der Autor, Musiker und ehemalige Theologiestudent Daniel Kulla möchte einen Überblick über die damalige Zeit und Luthers Position darin geben. Es wird um die Krise des Feudalismus gehen, um Luthers Rolle als Anstifter und dann Konterrevolutionär, um seine damit einhergehenden Feinderklärungen gegen Bauern, Juden, Türken und das Bier, um die Nachwirkung auf Fürstenherrschaft, Untertanen-Protestantismus und antisemitische Tradition, schließlich um die ständige Gefahr des Aufgreifens eines zurechtgemachten Luther durch nationalistische Bewegungen.

Von Daniel Kulla

Sonntag, 10 - 12 Uhr